Alles rund um die Zecken

Fakten

Die Spinnentiere, die vor allem im Frühling und im Herbst aktiv sind, brauchen Blut. Wenn sie beissen, können sie Krankheiten übertragen. Hierzulande sind das vor allem die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Die FSME wird durch ein Virus verursacht und kann einen schweren Verlauf nehmen. Die Zecken sind nur in bestimmten Gebieten von diesem Virus befallen. Gegen die FSME gibt es eine Schutzimpfung. Gegen die Borreliose, die durch Bakterien verursacht wird, gibt es dagegen keine Impfung – sie kann mit Antibiotika behandelt werden. Häufig verläuft die Infektion aber unbemerkt.

Ein Stich gilt als Unfall

Jährlich verzeichnen die Unfallversicherer rund 11’000 Zeckenstiche. Versicherungsrechtlich sind die durch Zeckenstiche verursachten Krankheiten Unfälle. 90 % der Zeckenunfälle passieren in der Freizeit. Gewisse Berufsgruppen wie etwa Forstwarte haben ein stark erhöhtes Risiko. Ein hundertprozentiger Schutz gegen zeckenübertragene Krankheiten ist nicht möglich.

So schützen Sie sich

  • Gestrüpp und Unterholz meiden – wer nicht durchs Unterholz streift, streift auch keine Zecken ab.
  • Geschlossene Kleidung tragen. Ist diese von heller Farbe, werden Zecken besser entdeckt und können entfernt werden, bevor sie auf die Haut gelangen.
  • Zeckenschutzmittel für Haut und Kleider benutzen.

Nach einem Aufenthalt im Wald oder Garten

Suchen Sie den Körper nach Zecken ab. Falls Sie eine finden, entfernen Sie sie so schnell wie möglich mechanisch.

Markieren Sie die Stichstelle mit einem permanenten Marker und beobachten Sie sie 14 Tage lang. Bildet sich eine ringförmige Rötung, die grösser ist als ein Fünffrankenstück, kommen Sie zu uns in die Praxis.

Lassen Sie auch Ihre Zeckenschutzimpfung überprüfen – sie hält jeweils 10 Jahre nach einer Grundimmunisierung mit drei Spritzen.

Und geniessen Sie trotzdem den Wald und die Wiesen!