Der Mangel an Haus- und Kinderärzt*innen ist längst kein regionales Thema mehr, sondern ein landesweites Problem. Das zeigt die «Workforce»-Studie, die das Universitäre Zentrum für Hausarztmedizin beider Basel im Auftrag des Verbands Mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz erarbeitet.
Die wichtigsten Zahlen
- Von den rund 1800 befragten Haus- und Kinderärzt*innen stellen mehr als drei Viertel einen Mangel in ihrer Region fest. Zwischen Jura und Berner Oberland liegen die Werte über 90 Prozent.
- Das Durchschnittsalter der Hausärzt*innen liegt bei 52 Jahren, 13 Prozent arbeiten bereits über dem Pensionsalter.
- 22 Prozent müssen bis 2030 ersetzt werden, 40 Prozent bis 2035.
- Die durchschnittliche Arbeitszeit sank von knapp 50 Stunden (2010) auf 42 Stunden heute.
- Durch den wachsenden administrativen Aufwand stehen 6 Stunden pro Woche weniger für die Behandlung zur Verfügung als noch vor 20 Jahren.
Warum das alle betrifft
Die Grundversorgung ist die tragende Säule des Gesundheitssystems. Wenn sie wegbricht, verlieren Patientinnen und Patienten ihren ersten Ansprechpartner – und damit die Sicherheit einer kontinuierlichen, koordinierten und bezahlbaren Behandlung.
Dabei ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Grundversorgung ausgezeichnet: Hausärzt*innen lösen 94 Prozent aller Gesundheitsprobleme und verursachen dabei nur 8 Prozent der Gesamt-Gesundheitskosten. Dieser Wert ist über die Jahre konstant geblieben.
Was das für unsere Praxis bedeutet
Auch wir spüren diesen Druck. Deshalb bitten wir Sie um Verständnis, wenn Termine nicht sofort verfügbar sind – und deshalb setzen wir auf Medizinische Praxiskoordination, um Zeit für das zu schaffen, worauf es ankommt.
